Linsen-Implantation

Grundsätzlich gibt es folgende Arten und Methoden von Linsenimplantate:

 

Clear Lens Extraction (CLE)

Bei einer Clear Lens Extraction (CLE oder Klarlinsenextraktion) wird die natürliche, körpereigene Augenlinse durch eine künstliche, dauerhaft verbleibende Linse (Hinterkammerlinse) ersetzt. Während der rund fünf bis zehn Minuten dauernden Operation wird die Kunstlinse im Kapselsack des Auges positioniert - dort, wo sich vorher die natürliche Linse befand.

Irisgestützte, phake Vorderkammerlinse

Greifen die Möglichkeiten der Hornhautchirurgie nicht mehr, sind phake Linsen eine Alternative: Ist beispielsweise die Hornhaut zu dünn oder überschreiten die Dioptrienwerte einen bestimmen Wert, kann dieser intraokulare Eingriff dabei helfen, Fehlsichtigkeiten zu korrigieren. Dafür wird eine Linse vor die Regenbogenhaut (Iris) in die Vorderkammer des Auges eingesetzt. Phake Vorderkammerlinsen lassen sich sowohl direkt an der Iris fixieren oder werden mit ihren Haptiken am Rande der Vorderkammer eingesetzt.

Implantierbare Kontaktlinsen (ICL)

Beim Krankheitsbild des Grauen Stars ist der Lichteinfall in das Auge durch die Trübung der körpereigenen Linse behindert. Dies wird durch Standard Intraokularlinsen erfolgreich behoben. Mit diesen Kunstlinsen wird die Linsenlosigkeit und bis zu einem bestimmten Ausmass eine Kurz- oder Weitsichtigkeit korrigiert. Es ist jedoch nicht möglich, mit Standard Intraokularlinsen eine Hornhautverkrümmung oder Alterssichtigkeit auszugleichen und eine Emmetropie (Normalsichtigkeit) herzustellen.​

Intraokularlinse bei Katarakt-Operation (IOL, Grauer Star Operation)

Die einzige wirksame Therapiemöglichkeit ist ein operativer Eingriff. Bei der Katarakt- oder Grauen Star-Operation wird die trüb gewordene, natürliche Augenlinse durch eine moderne Kunststofflinse (Intraokularlinse) ersetzt und so das Sehvermögen wieder hergestellt. Es gibt zwei Behandlungsmethoden:

 

  • Standardmethode (Phakoemulsifikation)

 

Die Standardmethode zur Behandlung des Grauen Stars ist die sogenannte Phakoemulsifikation. Hierbei wird ein kleiner Schnitt im Auge gemacht, die getrübte Linse mittels eines mit hoher Frequenz (Ultraschall) schwingenden Röhrchens zerkleinert und anschliessend abgesaugt. Die neue Linse kann nun eingesetzt werden. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

 

  • Femtosekunden-Laser Methode (neuste, sicherste sowie präziseste Technologie)

 

Durch die Femtosekunden-Laser-Methode ist die Behandlung besonders gewebeschonend und genauste in der Arbeitsweise. Alle Schnitte, sowohl an der Hornhaut, Linsenkapsel wie auch am Linsenkern werden berührungsfreiund hochpräzise mit dem Femtosekundenlaser durchgeführt. In der laser-assistierten Kataraktchirurgie wird mittels Präzisionslaser die Linsenkapsel geöffnet und die getrübte Linse zerkleinert, wodurch eine geringstmögliche Belastung der Hornhaut und des Aufhängeapparates der Linse sichergestellt wird. Durch den Einsatz der Lasertechnologie wird bei Entfernung und Absaugung des alten Linsenkerns weniger Energie aufgewendet als bei der traditionellen Behandlung. Die Fähigkeiten des Chirurgen werden durch die computergestützte Genauigkeit des Lasers ergänzt.

 

Im Anschluss wird die trübe Linse entfernt und die Kunstlinse eingesetzt. Welche Methode für Sie in Frage kommt, können Sie mit unserem Augenchirurgen Dr. med. H. Binder vom Augenarztzentrum persönlich besprechen.

 

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